INTERNATIONAL PRESS


Balltotal 2020 Das BALL Magazin / Funkelnde Edelsteine - "Jewels" das Ballett



Uhren und Juwelen / Primaballerina Liudmila Konovalova tanzt in der Wiener Staatsoper "Jewels"    / 2019-12-17

 

"Im traditionellen Salon der Juweliere A.E. Köchert kam es mit dem Star der Staatsoper in Verbindung mit funkelnden Juwelen zu einem thematisch passenden Fotoshooting...

...Primaballerina der Wiener Staatsoper, Liudmila Konovalova, tanzt die Hauptrolle im dritten Teil, »Diamonds«. Die gebürtige Russin, die schon ihre zehnte Saison in Wien tanzt, bringt die Tradition der russischen Ballettschule auf die Bühne des Wiener Staatsballetts. Ballett ist für sie ein Prozess der Arbeit an sich selbst, an ihrem Körper und ihrer Technik, das Streben nach Exzellenz. Wie für einen Juwelier, der stundenlang sorgfältig an einem Meisterwerk arbeitet, ist für sie die Hauptbelohnung das Ergebnis: der Tanz mit präzisen Linien und Bewegungen, die wie Facetten eines Diamanten funkeln...." read more

 

Irina Romanova - Uhren & Juwelen


Das Buch meines Lebens / 2019-12-14

LIUDMILA KONOVALOVA „Eugene Onegin“von Alexander Puschkin

Es ist schwierig, ein Buch auszuwählen, ich habe viele Lieblingsbücher. Aber das Buch, das für mich immer aktuell sein wird, ist „Eugene Onegin“von Alexander Puschkin, einem der berühmtesten und für mich genialsten Schriftsteller. Es geht um zwischenmenschliche Probleme, die heute noch immer präsent sind. Was mir imponiert: Puschkin beschreibt die Gefühle der Frauen wahrheitsgetreu. Es geht um die Lektionen, die das Leben gibt, wie „du beginnst etwas zu schätzen, erst wenn du es verloren hast“. Für mich ist es eine wunderbare Geschichte über Liebe, Unschuld, Treue, Weisheit und Stärke. Die Primaballerina der Wiener Staatsoper tanzt als Médora in „Le Corsaire“: Wiener Staatsoper, 28. Dezember, www.wiener-staatsoper.at

Kurier (Samstag) 14 Dec 2019

© Claudia Prieler
© Claudia Prieler


Die Presse

Liudmila Konovalova: "Fairness gibt es nicht beim Ballett" / 2019-12-08

"Ihrer Mutter ist die Erste Solotänzerin der Wiener Staatballetts dankbar, sie zum Ballett gebracht zu haben. Ein Gespräch über vergebliches Hoffen, Freude am Tanzen, und die Entbehrungen, die damit verbunden sind."... read interview


© NYC Dance Project (Deborah Ory and Ken Browar)
© NYC Dance Project (Deborah Ory and Ken Browar)

Inszenierung / 2019-12-03

Elite Magazin

 

Prima Ballerina Liudmila Konovalova in Roben von JCH Juergen Christian Hoerl mit Juwelen von Juwelier A.E. Köchert.

Aktuell steht Prima Ballerina Liudmila Konovalova im Stück Jewels auf der Bühne der Wiener Staatsoper. Passend zum Thema shootete sie nun im traditionellen Salon von A.E. Köchert mit funkelnden Juwelen in eleganten Roben des österreichischen Designers Juergen Christian Hoerl. Liudmila Konovalova tanzt am 7. und 9. Dezember 2019 in der Ballett-Trilogie Jewels das dritte Stück „Diamonds“. Die Freude über ihre Performance ist ihr deutlich anzumerken:  “Ich liebe das Stück Diamonds und es war schon immer ein Traum es zu tanzen – dieser ist jetzt in Erfüllung gegangen“. Diamonds weckt zur Musik von Tschaikowski Erinnerungen an die Eleganz und Opulenz des Balletts des zaristischen Russlands. Elegantes Shooting Passend zu ihrer Performance in der Ballett-Trilogie Jewels inszenierte Liudmila Konovalova ein elegantes Shooting im schönen Salon des Juweliers A.E. Köchert. Mit edlen Juwelen des Hauses und exklusiven Roben des österreichischen Designers Juergen Christian Hoerl stand sie vor der Kamera und setze das Thema Jewels gekonnt in Szene. Trilogie Jewels Funkelnde Edelsteine haben den legendären Choreografen George Balanchine zu seinem Ballett Jewels inspiriert. Durch die Wahl der Komponisten Fauré, Strawinski und Tschaikowski bildet das Ballett eine Art geographische Rückschau seines Lebens mit den Stationen Frankreich (Emeralds), USA (Rubies) und Russland (Diamonds). Das Werk ist ein opulentes, mit großer Liebe zum Detail ausgestattetes Fest des (neo)klassischen Tanzes. Jewels ist erstmals als komplettes Stück an der Wiener Staatsoper zu sehen.



Primaballerina funkelt in "Jewels"/ 2019-12-04

© Ashley Taylor
© Ashley Taylor

Prima Ballerina Liudmila Konovalova in JC Hoerl

Auch ein schöner Rücken kann entzücken! Die russische Primaballerina Liudmila Konovalova tanzt in der Staatsoper am 7. und 9. Dezember in der Ballett-Trilogie „Jewels“den dritten Teil, „Diamonds“. „Ich liebe das Stück zur Musik von Tschaikowski, und es war schon immer mein Traum, es zu tanzen – dieser ist jetzt in Erfüllung gegangen“, strahlt Liudmila im „ Heute“- Talk. Passend zum Thema shootete sie nun im traditionellen Salon von A.E. Köchert in der Wiener City mit funkelnden Juwelen in eleganten Roben des österreichischen Designers Juergen Christian Hoerl.

Heute

© Ashley Taylor
© Ashley Taylor


Erfolgreiche Prima Ballerina in Wien / 2019-11-01


Liudmila Konovalova ist Prima Ballerina der Wiener Staatsoper. Ihren Glauben an das große Ziel hat sie nie verloren und allen Zweiflern getrotzt. Heute feiert das Publikum Liudmila Konovalova als großartige Tänzerin, die die Herzen mit ihrer Performance berührt. Leidenschaft, Ausdauer, harte Arbeit, der Glaube an sich selbst und Gottes Wille ist Liudmila Konovalovas Weg zum Erfolg. Seit 2011 ist sie erfolgreiche Prima Ballerina an der Wiener Staatsoper und verzaubert laufend das Publikum. "Jeden Tag tue ich alles dafür, um besser zu werden", so Konovalova. "Das Tanzen ist meine Leidenschaft". Die 1984 in Moskau geborene Tänzerin lernte in ihrer Jugend Armut, Hunger und Not kennen. Der frühe Verlust der Mutter, die Verantwortung für den kleinen Bruder, das Leben im Waisenhaus – das alles prägte Liudmila Konovalova und machte aus ihr eine gefragte und bekannte Prima Ballerina.

 

Trotz vieler Widerstände begann sie ihre Ausbildung an der staatlichen Moskauer Ballettakademie. Sie wusste: "Niemand kann mir mein Tanzen nehmen. Wenn ich nicht nach dem Besten strebe, dann habe ich verloren." Bis Liudmila Konovalova ihr Ziel - als Prima Ballerina zu tanzen - erreichte, hatte sie einen steinigen Weg zurückgelegt. "Jeden Tag wollte ich besser sein als den Tag zuvor", so Konovalova. Sie verließ Russland ohne Geld und um sich und den Zweiflern zu beweisen, dass sie es schaffen kann. "Ich musste gehen, da es für mich in Russland kein Weiterkommen gab." Es verschlug sie nach Berlin. Als Tänzerin arbeitete sie hier unter vielen anderen. "Die Sprache zu lernen und mich in den neuen Lifestyle zu integrieren war nicht immer einfach", weiß sie jetzt. Nach drei Jahren wechselte sie nach Wien.

 

Liudmila Konovalova tanzt jetzt bereits ihre zehnte Saison an der Wiener Staatsoper und bezeichnet diese als ihr Zuhause. Beim Wiener Staatsballett ist sie als Prima Ballerina gefeiert und sehr gefragt. Umjubelte Gastspiele führten sie in zahlreiche europäische Länder und nach Übersee. Sie tanzte in Deutschland an der Staatsoper Unter den Linden und an der Deutschen Oper Berlin. Zu ihren Stationen zählten auch das San Carlo Theater Neapel, Teatro Arcimboldi Milano, Florence Opera, Liceu Opera Barcelona, London Coliseum, Paris Theatre Champs Elysees und in Übersee Chicago Auditorium Theater, Grand Theatre Dr Quebec in Kanada und Palacio de Bellas Artes Mexico.

Ihr Repertoire und ihre Auftritte umfassen die großen klassischen Meisterwerke wie Swan Lake unter der Choreographie von Rudolf Nureyev an der Wiener Staatsoper. Raymonda, Nutcracker und Don Quixote. Aber sie tanzte auch Werke wie Marguerite and Armand, Sleeping Beauty, Giselle, Bayadere und Mayerling, ein Ballett basierend auf einer österreichisch historischen Geschichte. "Als Tänzerin muss ich mich immer wieder neu auf der Bühne beweisen, nicht den Zusehern und den anderen Balletttänzerinnen, sondern vor allem mir selbst", so die Prima Ballerina. Beim Tanzen begegnet sie sich selbst, beschäftigt sich mit ihren Gedanken und Gefühlen. Die perfekte Ausführung ist immer ihr oberstes Ziel. Und dafür kämpft Liudmila Konovalova.

Vienna.at

© Alisa Aslanova
© Alisa Aslanova


Liudmila Konovalova: "Prima" / 2019-12-02

 There are moments in life in which we are confronted with that (sometimes) quite difficult task ... its name is „making decisions"
... read interview



Hommage für Rudolf den Großen.

Staatsoper: Wiener Staatsballett präsentiert.

Legris’ 9. Nurejew-Gala (28. Juni) / 2019-06-24

Sie ist zu einem beliebten Fixpunkt, ja einem Publikums-Hit zum Saisonfinale der Wiener Staatsoper und des Wiener Staatsballetts geworden: Die Nurejew-Gala, eine Leistungsschau der Wiener Kompanie, die sich mit den Tanz-Highlights vergangener Saisonen präsentiert, findet kommende Woche, am Freitag (28.), statt. Ballettchef Manuel Legris. der von Rudolf Nurejew entdeckt wurde und lange Jahre mit ihm an der Pariser Oper zusammenarbeitete, hat als Hommage für seinen Mentor auch heuer eine Drei-Stunden-Revue mit Ballettausschnitten und an der Staatsoper erstmals gezeigten Bravourstücken zusammengestellt.

Ein Programm, das – wie der Kartenverkauf zeigt – für das Wiener Publikum, aber auch für Gäste aus Österreich und aus dem Ausland längst zur Tradition geworden ist. Auch heuer hat Legris internationale Gäste eingeladen: So kommen vom Amsterdamer Het Nationale Ballet Young Gyu Choi, der im „Esmeralda“-Pas-de-deux tanzt, und vom St. Petersburger Mariinsky Theater Anastasia Nuikina, die mit Kimin Kim im „Talisman“Pas-de-deux zu sehen ist. Auch Legris selbst tanzt, und zwar mit Nina Poláková in Patrick de Banas Choreografie „Ochiba“(zur Musik von Philip Glass). Neu an der Staatsoper sind Stücke wie Roland Petits Delirienwalzer, der JockeyTanz aus August Bournonvilles „Von Sibirien nach Moskau“, „Esmeralda“- und „Talisman“-Pas-de-deux, Rudolf Nurejews Fassung des „Romeo und Julia“-Pas de deux, „Luminous“von Mauro Bigonzettis „Cantata“und Patrick de Banas „Ochiba“.

Das Staatsballett ist mit seinen Besten vertreten: so Ketevan Papava, Liudmila Konovalova, Olga Esina, Alice Firenze, Natascha Mair, Kiyoka Hashimoto, Davide Dato, Jakob Feyferlik, Robert Gabdullin, Eno Peçi, Denys Cherevychko und und und. Gemeinsam mit Direktor Dominique Meyer verabschiedet Manuel Legris sich 2020 von Wien – nicht ohne am 25. Juni 2020 seine zehnte und letzte Nurejew-Gala zu präsentieren. Ob der Schweizer Martin Schläpfer, Legris’ Nachfolger ab 2020, die NurejewGala weiterführen wird, ist ungewiss. Sie zu streichen wäre jedenfalls ein großer Verlust, umso mehr als Nurejew Wiens Ballett lange prägte.

 

Karlheinz Roschitz

Kronen Zeitung,



British Theatre Guide / Russian Ballet Icons Gala 2019 / 2019-03-31

"Liudmila Konovalova (Vienna State Ballet) and Giuseppe Picone (Teatro di San Carlo) bring the evening to a fitting five-star close in grand Imperial Ballet style with larger than life passion, grands jetés and more fouettés in La Bayadère against a back projection of a ruined temple."

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So schön wird der Opernball / Krone Zeitung / 2018-01-30

"Es hat mittlerweile Tradition, dass die Staatsoper in Sachen Mode auf Austrodesigner setzt - auch für die großen Auftritte beim Opernball. Welche prachtvollen Roben im Einsatz sein werden, zeigen Künstler wie Ballerina Liudmila Konovalova beim Couture Salon"...read full article



Peter Iljitsch Tschaikowski: "Schwanensee" / 2019-02-25

Mit der diesjährigen Serie des Schwanensee nähern wir uns der vierteltausendsten Aufführung in Rudolf Nurejews Choreographie. Seit ihrer Première im Oktober 1964 steht sie fast durchgehend auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper. Schwanensee gehört damit seit über fünfzig Jahren zum Kern-Repertoire des Wiener Balletts. Selbstredend gab es seitdem neue Ausstattungen, welche natürlich dem Zeitgeschmack unter­worfen sind. Die derzeitige, aus dem Jahr 2014, stammt von Luisa Spinatelli. Sie ist sehr zart in den Farben; — und in ihrer historisierenden Form vom bayerischen Märchenkönig inspiriert.

 

Mit diversen Besetzungen in neuen und auch bekannten Zusammenstellungen feiert man die diesjährige Serie. Paul Connelly steht am Pult des Orchesters der Wiener Staatsoper und leitet auf zum Teil sehr prägnante, um nicht zu sagen knallige, Weise den Abend. Etwas mehr Fin­ger­spitzengefühl wäre manchmal wünschenswert gewesen. Gleich der musikalischen (Stab-)Führung bewegte sich auch die tänzerische nicht immer auf dem Niveau, welches wir aus den letzten Jahren gewohnt sind: Da gab es Ungereimtheiten in der Exaktheit des corps de ballet. Ist es die Flaute, die der ausgehende Winter mit sich bringt? Oder das Gefühl des Lückenbüßers in der Vorbereitung zum Opernball? Oder bricht sich schon eine »Endzeitstimmung« vor dem Wechsel 2020 bahn?

 

Und dennoch war der gestrige Abend in seiner Art besonders.

Um erst einmal beim Graben zu bleiben: Da erklang ein Violinsolo, wie man es sich nur wün­schen kann. Auch von Flöte und Klarinette wurde das Ohr des Besuchers verwöhnt. Aber der eigentliche Beweggrund für den Besuch war ja doch das Geschehen auf der Bühne… Wenn man dem Archiv der Staatsoper Glauben schenkt, tanzte der Erste Solist Roman Lazik erst seinen dritten Prinz Siegfried im Haus am Ring; und seinen ersten in der Ära Legris.

 

Viel zu selten sah ich diesen eleganten Tänzer in den vergangenen Jahren in klassischen Rollen; eigentlich schade. Bot er doch, auch ohne spektakuläre Höhe und Brillanz, einen wunderbaren Prinzen. Auch wenn Lazik das eine oder andere Mal in den Positionen nachsetzen mußte, strahlte er eine Ruhe und Abgeklärtheit aus, die ihm die Möglichkeit des Atmens und Ent­wickelns der Figur gab. Er ist nicht der Heißsporn. Eher der einfühlsame, schwärmerische Mann, der sich vom Jugendlichen zum Liebenden und zum Verzweifelten wandelt.

 

Für die Brillanz und Virtuosität dieses Abends war Liudmila Konovalova in der Doppelrolle der Odette/Odile zuständig. Ihre Fähigkeit, immer auf dem Punkt zu sein, genau die Mitte zu haben und nicht zu suchen, ist ein Phänomen. Dazu das Spiel im Ausdruck. Ihre Odette ist nie zart und ätherisch, sie ist immer eine Schwanenkönigin zum Anfassen. Eine fühlende Frau. Als Odile funkelt und sprüht sie förmlich. Steckt fast wie ein Torero die Arena ab, in welche sie dann die be­rühm­ten fouettés stellt. Und auch in diesem pas de deux blitzen Momente auf, in denen Odette präsent ist. In ihr steckt immer beides, in beiden Rollen: die Verzweifelte, Liebende — und auch die Verführende. Konovalova trennt Odette und Odile nicht, sie vereint die beiden, betont nur den ein oder anderen Aspekt dieser Figur.

Die anderen kleinen Partien wie die Freunde des Prinzen beziehungsweise die folkloristischen Tänze waren, wie es so schön heißt, »rollendeckend besetzt«. Hervorzuheben ist allerdings Scott McKenzie in seinem Rollen-Debut als Gefährte Siegfrieds. Seine Exaktheit und Sprungkraft sind immer wieder einer Erwähnung wert. Und mit Alice Firenze und ihrem Partner Géraud Wielick im ungarischen Tanz erwachte dieser zum Leben. Sonst … war das corps de ballet eher auf der braven Seite unterwegs. Ordentlich getanzt, aber nicht außerordentlich.

Daß klassisches Ballett harte Arbeit bedeutet, ist bekannt. Das sollte man als Zuschauer aber nicht unbedingt fühlen. Da waren die großen Schwäne doch zu erdverbunden und die kleinen, trotz der vielversprechenden Besetzung der Papierform nach, nicht präzise genug. Da fehlte der letzte Schliff, ein Quentchen Spritzigkeit… Am berührendsten war das corps de ballet im letzten Akt, als die Schwäne mit Odette um die verlorene Hoffnung trauerten.

Der Merker

Von Ulrike Klein

©Michael Pöhn
©Michael Pöhn


Attitude / Balanchine - Neumeier - Robbins revisited: Vienna State Ballet /2018-05-04

"She has a rare quality: "understanding" to Mr. B.'s unique style - so misunderstood today by companies that are not really connected with the New York City Ballet. Chapeau!" ...read more

Ricardo Leitner - Attitude



A short talk with Liudmila Konovalova, Principal Vienna State Ballet / 2018-05-01

From the inside

"A quality I most admire is the one that makes possible to people to laugh about themselves. Margot Fonteyn once said: “The one important thing I have learned over the years is the difference between taking one's work seriously and taking one's self seriously. The first is imperative and the second is disastrous“...

read interview



Attitude / MacMillan - McGregor - Ashton (Vienna State Ballet, Première Oct. 31st, 2017) / 2017-11-01

"Liudmila Konovalova, with a new “transparency” and “maturity” further stretching her emotional gamut, Jakob Feyferlik growing up as an artist, so fast, just in front of our eyes... Both at their very best." ...read more

Ricardo Leitner - Attitude



Star in der Dienstag-Premiere ist Liudmila Konovalova / 2016-11-18

© Ashley Taylor
© Ashley Taylor

"Kronen Zeitung": Star in der Dienstag-Premiere ist Liudmila Konovalova, seit 2011 Erste Solotänzerin des Wiener Staatsballetts. In Balanchines ‚Symphony in C‘ und in der Uraufführung von ‚Blanc‘ zu erleben. „Ich wollte die Symphonie in C schon immer tanzen. Ein echter Klassiker! Ein Traum für mich!“ Der legendäre Neoklassiker George Balanchine schuf 1947 die Symphonie von Georges Bizet fürs Pariser Opernballett. Ein Jahr später wurde das Stück vom frisch von ihm gegründeten New York City Ballet getanzt. „Eine Menge harter Arbeit“, erzählt Konovalova über die Einstudierung, für die ein Assistent des Balanchine-Trusts nach Wien kam.

„Es geht nicht nur um Schritte, sondern um Stil.“ Sie liebt Herausforderungen. Das war ein Grund, warum sie Manuel Wegriss 2010 nach Wien gefolgt ist. Studiert hat sie in ihrer Heimatstadt Moskau. Nach dem Russischen Staatsballett ging sie 2007 ans Berliner Staatsballett. An Wien haben sie auch die Vergangenheit mit Nurejew und seine Choreografien gereizt. In Zukunft würde sie gern Arbeiten von Mats Ek, Frederick Ashton oder Kenneth MacMillan tanzen. Davor ist sie jedoch in „Blanc“ zu sehen, das der junge Argentinier Daniel Proietto für Wien kreiert. Gemeinsam mit den Tänzern, wie Konovalova berichtet: „Er regt uns an zu improvisieren, gibt uns viel Freiheit. Ich bin nur sechs Minuten auf der Bühne, aber permanent in Bewegung. Auch die Musik von Chopin & Karlsson ist sehr kompliziert. Ich bin neugierig auf Neues.“  - Kronen Zeitung


Attitude / Le Corsaire - revisited / 2016-10-17

"Five Médoras in a row for Liudmila Konovalova are surely a difficult task to manage. But her yesterday’s performance was a pure dream. It paid for all the struggle: technically in top form, combining her talents as an actress in full unison with her partner – she filled the stage with so much emotion that sometimes it was quite hard for me to retain some tears.  I cherish these sublime moments.  She is one the few dancers to be at ease dancing both Médora and Gulnare. In perfect, full command of both parts. What else can a choreographer wish for? " ...read more

Ricardo Leitner - Attitude


Liudmila Konovalova hat bei der Dreharbeiten zu Neujahrskonzert 2017 mitgewirkt / 2016-09-06

© Günther Pichlkostner
© Günther Pichlkostner

Vor der Kulisse der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten fanden Ende August die Dreharbeiten zum Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2017 statt. Die Choreographie des Balletts gestaltete Roberto Zanella. Das Ballett-Ensemble: Robert Gabdullin, Liudmilla Konovalova, Davide Dato, Alice Firenze, Eno Peci, Ketevan Papava, Mihail Sosnovschi, Franziska Wallner- Hollinek, Denys Cherevychko und Nina Polakova, Christof Cremer (Kostüme), Choreograf Renato Zanella. Gedreht wurde in Wien vor der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten. Die aufwändigen Dreharbeiten fanden bei schönstem Wetter statt. Die Ballett-Tänzerinnen tanzen heuer in farbenfrohen Kostümen. Die Herren in donaublauen Anzügen. Renato Zanella zeichnet für die Choregorafie des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker 2017 verantwortlich. 

 

weekend.at Foto: Günther Pichlkostner/First Look/picturedesk.com


Wiener Staatsoper. Adolphe Adam: LE CORSAIRE. Première in der Choreographie von Manuel Legris / 2016-03-21

tertulhas.blogspot.co.at
tertulhas.blogspot.co.at

Tout le monde gab sich ein Stelldichein, als am gestrigen Abend Manuel Legris Fassung des Le Corsaire, 1856 in Paris uraufgeführt, aus der Taufe gehoben wurde. Mit seinem ersten abendfüllenden Handlungsballett, geschaffen für seine Wiener Compagnie, stellte sich der große Tänzer und hochgeschätzte Ballettmeister des Wiener Staatsballetts nun auch als Choreograph vor. Liudmila Konovalova als Gulnare tanzte ihre Partie mit soviel Freude, daß immer wieder der Eindruck aufkam, daß diese Rolle die eigentliche weibliche Hauptpartie sei. Im Vergleich zu Maria Yakovleva war Liudmila Konovalova präsent und lebendig. Und das lag sicherlich nicht an der Choreographie, sondern an ihrer Persönlichkeit; sie wird in einer der Folgevorstellungen die Médorazur Hauptpartie machen. Maria Yakovleva zeigte leider wieder, wie auch schon an anderen Abenden, diverse Unsauberheiten, da fehlte manchmal die Spannung im Körper, die Akkuratesse in der Ausführung. Sie erweckte nicht den Eindruck, als ob sie mit dem Herzen bei der Sache sei.

Ulrike Klein

MerkerOnline

Foto: tertulhas.blogspot.co.at

 

ENGLISH VERSION:

A premiere of Manuel Legris’ production of The Corsair was yesterday evening. It’s original version was presented in Paris in 1856. Everyone has come to get in touch with the world of beauty. This full-length ballet drama created for the Vienna Society is the first choreographed production by the great dancer and reputed ballet-master of the Vienna State Ballet. Liudmila Konovalova, who danced Gulnare, did her part with such joy, that it seemed she danced the principal female role. Unlike Maria Yakovleva, Liudmila Konovalova demonstrated spirit and obvious presence on stage. And it has nothing to do with choreography, but rather the ballerina’s personality. In the next performances she will make the Medora’s role the principal one. Regrettably, Maria Yakovleva demonstrated inaccuracy, like in her previous performances. Muscle tension was not enough and her dance lacked precision. She failed to create an impression that she really put her heart into her dance.


Die lang erwartete Premiere. Vielleicht der Höhepunkt dieser Saison in Wien: Manuel Legris '"Le Corsaire" / 2016-03-21

© Ashley Taylor
© Ashley Taylor

Wiener Staatsballet: Le Corsaire (Weltpremiere, Wien, 20. März 2016)

Der eigentliche Star des Abends zusammen mit der Choreographie und Inszenierung war Liudmilla Konovalova als Gulnare. Die Aufführung von Frau Konovalova, die sehr dünn und besser als je zuvor aussah, schenkte die reinste Freude. Nachdem sie zwei „Turbulenzen“ während des ersten Aktes (wegen der schlechten Partnerschaft von den Jungen) überstand, trat sie sich als die Königin der Nacht auf. Vollständig von Ihrer Technik geführt genoss sie die Rolle der Gulnare mit all ihren Nuancen. Solche Aufführungen sind rar: die Aufführungen, die durch ihre Sensibilität, Zartheit und zugleich Stärke und Musikalität das Publikum mit Freude füllen. (sogar trotz der Anpassung ohne große Aufmerksamkeit auf das falsche Tempo, das, wie oben erwähnt, von Dirigenten gegeben wurde). Kein Zufall, dass Frau Konovalova während der Verbeugungen ganz plötzlich zum Mittelpunkt wurde: die verdienstvolle Königin des Abends! Bravo!

tertulhas.blogspot.co.at

 

 

ENGLISH VERSION:

The long awaited première. Perhaps the highest point of this Season in Vienna: Manuel Legris' "Le Corsaire". The real star of the evening, along with the choreography and production, was Liudmilla Konovalova as Gulnare. Very thin and looking better than ever, Miss Konovalova’s performance was one of pure joy. After having gone through two “turbulences” on the first act (because of bad partnering by the boys) she emerged as the Queen of the night. Complete in command of her technique she enjoyed the role the Gulnare with all its nuances. Such performances are rare. Performances that fill the audience with joy because of their sensibility, delicacy and strength at the same time and musicality (even adjusting without any effort to the wrong tempo, as mentioned above, given by the conductor). No coincidence, that, during the bows, all of a sudden Miss Konovalova was center stage: the deserving queen of the evening! Bravo!

 

tertulhas.blogspot.co.at


Attitude / The long awaited première - Le Corsaire / 2016-03-20

"The real star of the evening, along with the choreography and production, was Liudmilla Konovalova as Gulnare... Complete in command of her technique she enjoyed the role the Gulnare with all its nuances." read more...

Ricardo Leitner - Attitude


The Standard / Liudmila Konovalova took a part in the Ave Maya Gala

in memory of the legendary Maya Plisetskaya / 2016-03-07

© standard.co.uk
© standard.co.uk

 

She was one of the world’s greatest ballerinas — so it was fitting that a West End gala tribute to Maya Plisetskaya was hailed by a former protégé as “one of the great London ballet nights”. Stars from the Bolshoi, Mariinsky and Royal Ballets, among others, gathered at the London Coliseum to perform Ave Maya, in memory of the Russian dancer, who died aged 89 last May. The show — the biggest celebration of Plisetskaya’s life outside Russia — featured her favourite roles and works created for her, such as Cuban choreographer Alberto Alonso’s Carmen Suite. Matthew Golding, the principal of the Royal Ballet, performed an extract from Swan Lake with Russian Liudmila Konovalova. He said: “To give a show for Maya and dedicate the career she gave for the stage and off the stage was something special. All the people here are good people from top companies.” Ms Konovalova, the prima ballerina of the Vienna State Ballet whose career was launched in Russia after she won a competition organised by Plisetskaya, said: “The last time I danced as the Black Swan she told me, ‘Don’t think about anything, just dance for you and for her’ — and tonight I did the same thing. I was dancing for her. It was a magical and emotional night. I think one of the great London ballet nights.”

standard.co.uk


Людмила Коновалова отдала дань памяти Майе Плисецкой на гала-концерте в Лондоне / 2016-03-07

Звезды российского и мирового балета отдали дань памяти великой русской балерине Майе Плисецкой (1925-2015) на гала-вечере в британской столице. Во время концерта, прошедшего в лондонском театре "Колизей", ведущие танцоры со всего света показали лучшие номера из репертуара бывшей примы-балерины Большого театра, а также фрагменты других классических и современных балетов. Помимо танцоров из трех ведущих российских музыкальных театров, дань памяти Плисецкой своими выступлениями отдали ведущие солисты миланской "Ла Скалы", Баварской государственной оперы, Парижской оперы, лондонского Королевского балета, Английского национального балета, Балета Сан-Франциско, Венского государственного балета, Американского театра балета.

Черный лебедь для Плисецкой

Несмотря на такой большой географический разброс, всех артистов в этот день объединяло глубокой уважение к Плисецкой и преклонение перед ней. "Хотя она и не с нами, для меня она все равно в этом зале, и сегодня, естественно, я буду танцевать для нее", - рассказала корр. ТАСС прима-балерина Венской оперы Людмила Коновалова перед тем, как выйти на сцену. Вместе с Мэттью Голдингом из лондонского Королевского балета Коновалова, которая в 2007 году выиграла конкурс имени Майи Плисецкой, блестяще исполнила танец Черного лебедя из второго акта "Лебединого озера". "Не совру, если скажу, что именно с этого конкурса началась моя карьера, Майя Михайловна мне в этом очень помогла", - подчеркнула звезда Венской оперы.

tass.ru/kultura



“Lise, das bin ich!” / 2015-11-27

© Ashley Taylor
© Ashley Taylor

Zwischen zwei anstrengenden Proben zu Hétolds „Fille mal gardée“ des berühmten britischen Choreografen Sir Frederick Ashton sprach Erste Solotänzerin Liudmila Konovalova mit der „Krone“ über das Wiener Staatsballett unter Manuel Legris und die Neueinstudierung (28.). Die in Moskau geborene Liudmila Konovalova wurde nach ihrem Berlin-Engagement bei Startänzer Vladimir Malakhov 2010 als Solotänzerin an das Wiener Staatsballett engagiert. 2011 erfolgte ihre Ernennung zur Ersten Solotänzerin. „Ich bin überaus glücklich, in Wien sein zu dürfen; mittlerweile schon im sechsten Jahr. Ich fühle mich nicht nur in dieser wunderbaren Stadt, sondern auch auf dieser atemberaubenden Bühne der Staatsoper zu Hause.“


Sie hat an der Staatsoper bereits viele Titelrollen (Odette/Odile in Nurejews „Schwanensee“, Prinzessin Aurora in Peter Wrights „Dornröschen“, Clara in Nurejews „Nussknacker“) getanzt. „Anmut, Schönheit und Eleganz“ – „Eine wahre Primaballerina“, bescheinigen ihr die Kritiken. Vom Publikum wird sie jedes Mal gefeiert wegen ihres Talents, ihrer eisernen Disziplin und atemberaubenden Technik.

 

Nur wenige Ballette des 20. Jahrhunderts stellen an ihre Protagonisten solche Ansprüche an die klassische Technik. Und wenige Ballette können es wagen, mit so ironisch verschmitzter Freude einfach hübsch zu sein. Die Rede ist von Sir Frederick Astons Choreographie von „La Fille mal gardée“. Fur Liudmila Konovalova eine große Herausforderung: „Ich bin über die Chance sehr froh, die quirlige Lise zu tanzen. Raus aus dem sogenannten klassischen Ballett – wobei sie vor allem die Choreographien Rudolf Nurejews über alles liebt – hinein in eine Charakterrole. „In der der Lise finde ich mich stark wieder – ein so natürlicher, vor Emotionen sprühender Charakter – das bin ich!“ Sie freut sich auf die Premiere kommenden Samstag und die Abende (9. und 12. Dezember). Für die Zukunft sind Auftritte in Bordeux („Dornröschen“), London und Italien geplant. Tanzen würde sie gern Manon in Sir Kenneth MacMillans „Manon“ sowie Julia in „Romeo und Julia“!

von Florian Krenstetter

Kronen Zeitung

 

ENGLISH VERSION:

In-between two intense rehearsals of the Hérold’s ballet “Vain Precaution” staged by the famous British choreographer Frederick Ashton, prima ballerina Liudmila Konovalova talks about the Vienna State Ballet (Wiener Staatsballett) directed by Manuel Legris and its new production (28) in an interview to the Austrian Kronen Zeitung.

 

Liudmila Konovalova, born in Moscow, was engaged by the ballet dancer Vladimir Malakhov to perform in Berlin. In 2010 she became a soloist of the Vienna State Ballet, and was appointed prima ballerina a year later, in 2011. “I am very happy to be in Vienna. It’s been six years since I have gotten an opportunity to live in this wonderful city and to dance for the Vienna State Opera, and I feel at home here.” She danced quite a few principal roles on the Viennese stage (Odette/Odile in the Nureyev’s production of the Swan Lake, Princess Aurora in the Peter Wright’s production of the Sleeping Beauty, Clara in the Nureyev’s production of the Nutcracker). “Pure grace, beauty and elegance”, “Real prima ballerina”, - that’s what critics say about Liudmila Konovalova. Every time she is on stage, the audience has a chance to enjoy her talent, amazing performance and technique, and be impressed with her iron self-discipline.

Few ballets of the 20th century set such classic technique requirements to dancers. And ballets daring to be slyly and ironically charming are even fewer. Sir Frederick Ashton’s production of the Vain Precaution is one of those. It is a real challenge for Liudmila Konovalova: “I am glad I have a chance to dance Lise, who is so lively”. To abandon traditions of the classic ballet (though most of all she loves Nureyev’s choreography), and dance a character role. “I see myself in Lise’s nature. I feel strong again. Her natural spirit filled with emotions – this is me!”. She looks forward to the premiere next Saturday, and evening performances on December 9 and December 12. Her next plan is dancing in Bordeaux (The Sleeping Beauty), London and Italy. She would like to dance the role of Manon in Sir Kenneth MacMillan’s production of Manon and Juliet in Romeo and Juliet.

Florian Krenstetter

Kronen Zeitung

 

 



Die Konovalova, ein Ungezogenes Mädchen / 2015-11-18

© Ashley Taylor
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Liudmila Konovalova, Erste Solotänzerin im Wiener Staatsballett, ist ein bezauberndes Dornröschen, eine edle Schwanenprinzessin und ihr furioses schwarzes Double, doch sie kann auch das schelmische, schlecht erzogene Bauernmädchen Lise in „La Fille mal gardée“ sein. Die Wiederaufnahme des beliebten romantischen Balletts ist für die Ballerina eine echte Premiere. Mit Fleiß und Sachkenntnis hat sie sich die Choreografie von Frederick Ashton erarbeitet.


Einmal nicht Prinzessin. Auf der Bühne das wirkliche Leben tanzen. Gegen die Mutter rebellieren, die den reichen aber tollpatschigen Bräutigam schon an der Hand hält, mit dem Auserwählten im Heu liegen, fröhlich und frei sein, den ganzen lieben Tag lang. Liudmila Konovalova kann das einen Abend lang. Sie ist das schlecht behütete Mädchen, Lise, „la Fille mal gardée“, das der Mama samt der arrangierten Hochzeit ein Schnippchen schlägt, den begriffsstutzigen Alain im Regen stehen lässt und mit dem Knecht Colas durchbrennt. Zwar wird das verspielte Pärchen wieder eingefangen, doch ohne es zu ahnen, kuppelt die Mutter. Sie sperrt Lise in ihr Zimmer, wo sich der geliebte Colas bereits versteckt hat. Ob der Faux pas rechtzeitig repariert werden kann ist fraglich. Der Dichter Denis Diderot, begann zu stottern, zu peinlich ist die Geschichte: „„Das Mädchen und sein zärtlicher Freund waren gerade dabei, waren gerade dabei... Nichts zu sagen ist genug gesagt...“

 

Diderots Erzählung ist eine Bildbeschreibung: Auf dem Hof schimpft eine erboste Mutter ihre weinende Tochter aus, während sich der Liebhaber davonstiehlt. „Die Maßregelung“ hat Pierre-Antoine Baudouin 1789 gemalt und schon wenige Monate später wurde die Szene vom Tänzer und Choreografen Jean Dauberval in ein ganzes Ballett eingebaut und im Grand Théâtre von Bordeaux uraufgeführt. Das war am 1. Juli 1789, doch weil Lise und Colas, die strenge Mama, en Travestie von einem Mann getanzt, und der einfältige Alain nicht gestorben sind, lebt dieses lebhafte „Strohballett“ (ursprünglicher Titel) noch heute. Und Fanny Elßler tanzt immer mit. Knappe 60 Jahre nach der Uraufführung hat die weltweit bekannte Wiener Tänzerin die ungehorsame Lise in Sankt Petersburg getanzt und einen Pas de deux kreiert, den Frederick Ashton († 1988), Choreograf der in Wien gezeigten köstlich aufgefrischten Fassung, übernommen hat. Der „Fanny-Elßler-Pas de deux“ und der übermütig getanzte „Pas de ruban“ sind nicht die einzigen kurzweiligen Höhepunkte dieses Ballettklassikers, in dem sich zum ersten Mal lebendige Menschen statt Märchenfiguren bewegen.

In dem komplizierten Duo mit dem rosa Seidenband, spielen Lise und Colas mit ihren Körpern „Abnehmen“. Auf der gesamten Erdkugel kennt man dieses Spiel, im Schulhof von Mädchen gespielt oder auch als Ritual zelebriert: Mit den Händen wird ein verknüpfte Schnur zu einem Muster gelegt, beim Abnehmen bildet die Mitspielerin ein neues Muster. In England spielen die Mädchen „Cats Cradle“, auf den Osterinseln werden mittels „kai, kai“ auf Rapanui Geschichten erzählt. Auf der Ballettbühne nutzen Lise und Colas das glänzende Band zum Flirten, zur zärtlichen Bondage. Liudmila Konovalova blickt gespielt ernst: „Das muss ganz leicht und locker aussehen, aber es ist sehr schwer. Wir wickeln uns ein, aber wir dürfen uns nicht verwickeln.“ Die leichte Komödie ist auch Kindern verständlich, ist doch allerhand los auf dem Bauernhof. Ein stolzer Hahn tritt mit seiner Hühnerschar auf, die Ernte wird eingefahren, plötzlich bricht ein Gewitter los, duscht die beiden Ausreißer. Ein Ballett für die ganze Familie.

Die Tänzerin der Titelrolle hat sich auch über die Geschichte informiert. „Das mache ich immer, ich muss wissen, wer ich bin und auch den Hintergrund kennen. Ashton hat seine Version 1960 herausgebracht und ich muss mich erst an seinen Stil gewöhnen. Er liebt weit ausholende Bewegungen, alles ist viel intensiver, da kann man nicht nur so nebenbei den Kopf wenden, das muss eine exakte, konzentrierte Bewegung sein. Das gibt Energie und wir können damit sehr gut echte Emotionen ausdrücken.“ Das bekommt vor allem Masayu Kimoto, der den von ihr mit Händen und Füßen und angeekelter Miene zurückgewiesen wird, zu spüren. Konovalova lacht beschwichtigend: „Wir kommen gut miteinander zurecht, ich fühle nicht für oder gegen Robert oder Masayu, sondern meine Empfindungen gelten Colas und Alain.“ Die Kollegen und Kolleginnen erzählen, dass „Ljuda“ mit allen gut zurechtkommt. Besonders wenn die erfahrene Tänzerin mit Debütanten tanzt, zeigt sie eine zurückhaltende Fürsorglichkeit. Doch zu sich selber ist sie hart, trainiert auch außerhalb der angesagten Trainings- und Probenzeiten. Will sie die Beste sein? „Nein, diesen Ehrgeiz habe ich nicht... Aber ich will meine Grenzen kennen und auch den Auftritt genießen, ich will nicht mit Stress auf die Bühne.

Nach der Schwerarbeit will ich Freude haben und frei sein. Das gelingt nur, wenn ich mich nicht mehr um Haltung und Schritte sorgen muss, wenn ich alle Schwächen beseitigt habe. ;Die Beste’, das gibt es doch gar nicht, Tanzen ist kein Sport. Die Zuschauer haben ohne unterschiedliche Vorlieben.“ Die Konovalova wird geliebt, weil sie nimmermüde rasante Pirouetten dreht, oft mit der „double Tour“, der doppelten-Drehung. Wie aus Beton gegossen, steht sie kerzengerade auf der Spitze. „Das ist auch eine Veranlagung, ich habe diese gerade Achse, um die Balance zu halten. Trainieren und üben muss ich trotzdem, auch wenn der Körper stimmt, nur so hinstellen und lostanzen funktioniert nicht.“ Trainiert hat sie auch ihr Durchhaltevermögen, ihre eiserne Disziplin: „Oft denke ich, ich kann nicht mehr, es ist aus. Doch dann weiß ich, dass ich der Choreografie und dem Publikum schuldig bin, nicht aufzugeben. Da mache ich einfach weiter, bis die Variation zu Ende ist.“

Strahlend knickst sie dann im tosenden Applaus. Ihre Bühnenpräsenz, die leuchtenden Augen, die im Lauf der fünf Wiener Jahre immer weicher gewordenen Bewegungen machen sie zum Star. „Anmut, Schönheit und Eleganz“ bescheinigen ihr die Kritiken, „Eine wahre Primaballerina!“. Einschränkung: „Ich liebe meinen Beruf aber ich liebe auch das Leben draußen, ich brauche es zur Inspirationen. Ich will nicht in falsche, tote Emotionen kippen.“ „Natürlich mag ich den Applaus, aber der ist nicht so wichtig. Jetzt habe ich ihn im „Don Quixote“ als Kitri gehabt, das tut gut. Doch ich tanze auch gern Stücke, die nicht so bejubelt werden. Immer nur die alten klassischen Stücke, das wäre mir zu langweilig.“ Ashtons „schlecht behütetes Mädchen“ (bekannt auch unter dem ebenso holprigen deutschen Titel „List und Liebe“) ist eine solche Herausforderung.

Zur Einstudierung ist die schwedische Tänzerin Malin Thoors nach Wien gekommen. Aufmerksam und kritisch sieht sie den tastenden Schritten der Tänzerinnen zu, die das Ballett erst lernen, die andere Hälfte hat es bereits in Knochen und Muskeln, hat doch i das Tändeln und Bändeln nur eine Pause gemacht, seit es seit 1986 im Wiener Repertoire ist. Da stand die Konovalova noch auf wackligen Kinderbeinchen und wusste noch nichts vom schwindelerregenden Thrill der exakten Drehung. Im September war Liudmila Konovalova wieder einmal in ihrer Geburtsstadt Moskau: Beim Kremlin-Festival tanzte sie im Kreml-Palast ihre berühmten 32 Fouettés als Odile im Ballett „Schwanensee“. Heimweh? Energisch schüttelt sie den Kopf: „ich habe hier meine Heimat gefunden. Ich will nicht mehr zurück, aber ich bin gerne Gast.“ Nicht nur in Moskau, auch in Bordeaux, Rom oder Tokyo und Ufa. „ Überall bin ich gerne Gast. Aber zu Hause bin ich in Wien.“ Fehlt nur noch der österreichische Pass.

DITTA RUDLE

tanzschrift.at

Die Presse

 

ENGLISH VERSION:

 

Liudmila Konovalova, prima ballerina of the Vienna State Ballet (Wiener Staatsballett), has been a charming Sleeping Beauty, a noble Princess of Swans and her fiery dark opposite, and today she is a wayward mischievous farm girl Lise in the Vain Precaution. Revival of the popular romantic ballet has become a true premiere for the ballerina. Being a professional, she has been working hard to master Sir Frederick Ashton’s choreography.  For the first time she is not a princess. Now her dance has to depict a real life: to rebel against her mother, who puts her in hands of a wealthy, yet dim-witted fiancé, to rest in a haystack with her beloved, to feel free and happy all day long.  

 

And Liudmila Konovalova is up to it. She is a poorly guarded girl Lise, keeping an eye on whom was a vain precaution. She ruins her mother’s plans for an arranged marriage, leaving clumsy Alain under the rain and running away with the farm worker Colas. They are caught red-handed, yet Lise’s mother will accidentally unite her with Colas. She locks Lise in her room, where Colas is hiding. It is still a question whether this mistake could have been rectified in time. Poet Denis Diderot was somewhat incoherent when describing this awkward situation: “A girl and her affectionate lover were just… there and ready…Nothing else to say. It is clear.”

 

Diderot once described a scene where an angry mother scolded her daughter in the street leading her to tears, and the girl’s lover used this chance to escape. “Reprimand” was painted by Pierre-Antoine Baudouin in 1789, and in a few months dancer and ballet master Jean Dauberval incorporated this scene in his ballet staged at the Grand Théâtre de Bordeaux. This was on July 1, 1789, but Colas, Lise, her strict mother (this role was danced by a man dressed as a woman), and thick-headed Alain didn’t die. The Ballet of the Straw (which was the original title) has lived through times. Fanny Elssler is still dancing. Almost 6 decades after the premiere, the world famous Viennese ballerina danced the role of wayward Lise in St. Petersburg and created a pas de deux, which was used by the Viennese ballet master Frederick Ashton (died in 1988) in his elegant production of the Vain Precaution. Fanny Elssler’s pas de deux and teasing Pas de ruban (Ribbon dance) are just a few highlights of this version of the classic ballet, representing real people on stage, and not some fairytale characters. 

 

In an intricate duet Lise and Colas play with a pink silk ribbon entwining one another in turn as if playing a string game. Everyone knows it. Some girls play it in a schoolyard, for others it is a ritual: a string is looped over hands, and by passing the string back and forth a new string figure is made. In England this game is called a cat’s cradle, and on Easter Island kaikai game is used to tell stories. On stage Lise and Colas use a sparkling ribbon as a frivolous net for sweet surrender. Liudmila Konovalova believes it is a serious scene. “It must look easy and free, but it is difficult. We entwine each other with the ribbon, but we must not get caught in the net.”

 

This light comedy is easy to understand even for children. It happens in the farmstead. A rooster walks proudly accompanied by his hens, crops are brought here. Then suddenly a thunderstorm breaks out, and two runaways get soaked to the skin. This is a family ballet.

Dancer of the principal role certainly knows the entire story. “I always do that. I need to understand who I am and what I am to represent. Ashton’s production premiered in 1960. I must learn his style and work hard. He loves wide sweeping moves, they are more intense. You cannot just turn your head. It must be a precise focused movement. It emanates energy and this way we can adequately convey our feelings and emotions.” It is obvious in her dance with Masayu Kimoto, whom she refuses with mortified face, her hand and leg movements demonstrating rejection. Konovalova adds with a smile: “We get along just fine. It is not about Robert or Masayu; it is about my feelings to Colas and Alain.” Liudmila’s colleagues, males and females alike, say that she is on good terms with everyone. When she dances with first-timers, she inconspicuously looks after them. But she is not forgiving when it comes to her.

She keeps practicing non-stop beyond the time of rehearsals. Does she want to be the best? “No, I am not that ambitious… But I must know my limits and I want to enjoy myself when dancing. I don’t need stress while on stage. After all the hard work practicing, I want to feel freedom and elation when dancing. And this can be achieved only when you don’t have to think about your step or holding your back straight. You have to overcome your weaknesses. Ballet is not a sport. No one can be the best. It is what your audience loves and it has various preferences.”

 

And audience loves Konovalova. She can whirl on and on in pirouettes, often making a double tour. As if cast of concrete, she stands on her toe straight as a candle. “That’s the way I do it. I keep a straight line to keep balance. My body is good at it, but still practice is necessary. Even if your body is tuned for this, you won’t be able to stand and dance right away.” And Liudmila learned to endure: “It often seems to me I cannot go on anymore. But then thanks to choreography and to audience’s support I don’t give up. I just keep dancing until the end of the variation.” Then she curtseys to the sound of thunderous applause.  Her brilliant eyes and smooth movements, which have become even smoother during 5 years on the Viennese stage, make her a star. “Pure grace, beauty and elegance”, “Real prima ballerina”, - that’s what critics say about Liudmila Konovalova. There’s a but though. “I love what I do, but real life off stage is important too. I love it and I need it for inspiration. I need real emotions for them to look authentic in my dancing.”

 

“I certainly like the applause, but this is not my purpose.  I get my share of applause now for dancing the role of Kitri in Don Quixote, and this is great. But I also enjoy dancing roles in ballets, which do not get such an enthusiastic response. It would be boring to dance only classic ballets”. The Ashton’s Poorly Guarded Girl (also known under a bold German title Trickery and Love) is a sort of a challenge.  

 

Swedish ballet dancer Malin Thoors was present at the rehearsal in Vienna. She observes timid movements of young girls learning to dance with a critical eye. Other dancers already know every move, imprinted in their muscles and bones. This performance has been in the repertoire since 1986, and there was only a short break in this coquetry and games on stage. Back then Konovalova stood on her unsteady childlike legs and had no idea about dizzying thrill of a precise spin. 

 

In September Liudmila Konovalova visited her birth city Moscow to take part in the Kremlin Festival. She danced her famous 32 Odile’s fouettes from the Swan Lake in the Kremlin Palace. Is she homesick? She shakes her head: “No, I have found my home here. I don’t want to return, but I like to visit. And not only Moscow, but also Bordeaux, Rome, Tokyo and Ufa. I love to go there as a visitor, but my home is Vienna.” The only thing that’s missing is an Austrian passport. 

 

DITTA RUDLE 

tanzschrift.at



Черный Лебедь подружил меня с Майей Плисецкой / 2015-09-22

"22 сентября на сцене Государственного Кремлевского дворца в рамках Четвертого Международного фестиваля балета выступала гостья из Австрии — прима-балерина Венской оперы Людмила Коновалова. Она танцевала «Лебединое озеро». После спектакля Людмила рассказала «ВМ» о том, как ей помогали родные стены."

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Прима Венского балета Людмила Коновалова: «Меня выгоняли из Московской академии хореографии за профнепригодность» / 2015-05-28

"Самая ожидаемая участница Нуриевского фестиваля - прима-балерина Венского государственного балета Людмила Коновалова впервые прибыла вчера в Казань. Во вторник она исполнит главную женскую партию в «Баядерке» - Никию, а на гала-концертах публика увидит ее в фрагменте из балета «Дон Кихот». Коновалова, чьи профессиональные данные называют запредельными, больше других на Нуриевском фестивале-2015 «связана» с Нуриевым. Так, в 2010 году работать в Вену ее пригласил Мануэль Легри - один из танцовщиков, которым в свое время благоволил Нуриев. Педагогом Людмилы в новой труппе стала Бригитте Штадлер - партнерша Нуриева. Другая партнерша легендарного Руди, итальянская балерина Карла Фраччи, устраивала Коноваловой ангажементы в Римской опере. Наконец, Майя Плисецкая - балерина, которую Нуриев ценил необычайно высоко, неоднократно говорила, что Людмиле Коноваловой суждено выступать на сценах лучших театров мира..." read full article

 

Айсылу КАДЫРОВА

Вечерняя Казань



Ausdruck ohne Worte / 2015-04-13

© Michael Pöhn
© Michael Pöhn

 

Das berühmte Ballett „Schwanensee“ zur Musik von Tschaikowsky fasziniert immer wieder aufs Neue. Technisch wie darstellerisch wusste Liudmila Konovalova gekonnt in ein märchenhafte Welt zu entführen. Die Choreographie Rudolf Nurejews ist phantastisch. Des Öfteren wünscht man sich eine erhöhte Draufsicht, um all die Feinheiten (die Fußarbeit etc.) zu begreifen. Keine Effekthascherei, sondern einfach großartig. Beeinruckend auch Liudmila Konovalova als Schwanenprinzessin Odette. So grazil und schüchtern sie als Odette wirkt, so verführerisch präsentiert sie sich als Odile. Technish und darstellerisch ein Augenweide.

 

Florian Krenstetter

Kronen Zeitung. 26. März 2014

 


Fulminante Rückkehr / 2015-04-11

©Michael Pöhn
©Michael Pöhn

 

Die Geschichte um die schlafende Prinzessin ist ebenso bekannt wie Tschaikowskys Musik, und Tanzfreunde wissen um die Originalchoreographie von Marius Petipa. Der Klassiker „Dornröschen“ erfreut seit mehr als 120 Jahren Groß und Klein. An diesem Abend begeisterte die Erste Solotänzerin Liudmila Konovalova. Sie hat längere verletzungsbedingte Pause ohne bleibende Probleme überstanden und kehrte in der schwierigen Rolle der Prinzessin Aurora auf die Bühne zurück: herzlicher Applaus für den Publikumsliebling bei ihrem fulminanten Auftritt zum berühmten „Rosen-Adagio“. Dass es noch eine technische Steigerung zu Olga Esinas bravouröser Leistung gibt, bewies Konovalova aufs Meisterhafte.

 

Mit Anmut, Schönheit und Eleganz, mit unglaublicher Leichtigkeit und höchster technischer Präzision tanzt sie sich in die Herzen des Publikums. Nichts, aber auch gar nichts gibt es da zu bemängeln; im Gegenteil, da kommt man aus dem Staunen nicht heraus.

Florian Krenstetter, Kronen Zeitung. 4. März 2014 


Abend der Superlative / 2015-03-10

 

Traumhaft: So schüchtern sie als Odette wirkt,umso verführerischer präsentiert sie sich als Odile:Erste Solistin Liudmila Konovalova. Es war ein Abend des Geniessens,vor allem aber des Staunens:Da wäre allen voran die fantastische Liudmila Konovalova als Odette/Odile.Sie ist sicherlich eine der größten und besten Tänzerinnen unserer Zeit,gehört zu den Spitzentanzerinnen,die mit ihrer superben perfekten Technik, beeindruckender Subtilität, frappierender Musikalität und Darstellungsvermögen die Herzen begeisterter Ballettomanen allerorten nicht nur zu Jubel-Orkanen verführt, sondern auch zu Tränen rührt.

Kronen Zeitung

 

ENGLISH VERSION:

Magic: Her shyness as Odette makes her even more seductive as Odile. First Prima Ludmila Konovalova. It was an evening of enjoyment and wonder. First and foremost there was the performance of the incredible Ludmila Konovalova as Odette/Odile. She is certainly one of the greatest and most accomplished dancers of our time. An exceptional performer, she is one of the star ballerinas whose superb technique and great subtlety, astonishing musical sensibility and stage presence seduce the hearts of avid ballet lovers all over the world bringing on not only thunderous applause, but also heartfelt tears.

Kronen Zeitung

 

© Ashley Taylor
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Московская гордость венской сцены / 2015-03-10

"Слава русского балета не меркнет уже второе столетие, и выпускникам московского и санкт-петербургских хореографических училищ рады балетные труппы театров во всем мире. В созвездии танцовщиков и танцовщиц, прославившихся на знаменитых сценах зарубежных стран, уверенно разгорается новая звезда - выпускницы Московской хореографической академии и солистки Русского государственного балета, а ныне ведущей балерины Венского театра оперы и балета.
Людмила Коновалова родилась в столице..." read full article

Автор: Андрей Пуминов

Сайт: Знаменитости



Nurejew-Gala mit Liudmila Konovalova und einem Tanz aus ''Raymonda''. / 2014-09-16

© Die Presse
© Die Presse

 

Am 28. Juni steht die Nurejew-Gala an der Wiener Staatsoper auf dem Programm – mit herausragenden Stücken und Pas de Deux, die Rudolf Nurejew choreografiert oder einst selbst getanzt hat. Die Auswahl beinhaltet diesmal u. a. einen Ausschnitt aus „Raymonda“ (es tanzt Liudmila Konovalova, die auch in einem Stück aus „La Bayadère“ zu sehen ist) .

von Isabella Wallnöfer (Die Presse - Schaufenster)

 


Belcanto.ru / Звёзды балета: Людмила Коновалова / 2013-08-29

"Если ХХ век с определенной долей образности можно назвать веком русского балета в нашей стране, то ХХI становится веком русского балета за границей. Огромное число танцовщиков и танцовщиц постсоветского пространства сейчас живет и работает за его пределами. Венская государственная опера в этом смысле просто уникальна: из пяти первых солисток — три русских, четвертая — из Минска… Это интервью с одной из прим этого известного европейского театра, выпускницей Московской государственной академии хореографии, Людмилой Коноваловой"... read full article



Konovalova: In scena sono libera,posso essere diversa dalla vita di tutti i giorni / 2013-06-10

© Maria-Helena Buckley
© Maria-Helena Buckley

Nel cuore la grande tradizione ballettistica russa cui si approccia con rispetto reverenziale e animo generoso e un incontro importante nel 2007,al concorso per il Premio Roma,con Maija Plisetskaja,che la vuole regolarmente ospite dei suoi "Gala anniversario" a Mosca e a Parigi.Emblema della ballerina per doti fisiche e stilistiche,Liudmila Konovalova il repertorio classico ce I'ha nel sangue.Prova ne sono le sue tante esibizioni da guest,ogni qual volta ha un momento libero dall'intensa attivita di Prima ballerina del Wiener Staatsballett in seno al quale si afferma ,progressivamente,dal suo arrivo nel 2010.E la nomina affidatale dal direttore del complesso austriaco,Manuel Legris,conferma la sua tecnica brillante dalle linee impeccabili e il suo rigore esecutivo."La bellezza del mio lavoro-spiega-e che in scena sono libera,posso essere una persona diversa dalla mia vita di tutti i giorni,posso regalarmi delle emozioni".


E al Bolshoi che la danzatrice,nata a Mosca,completa la sua formazione e nel giro di due anni dal diploma si impone al Baletto statale russo.Nel 2007 entra allo Staatsballett Berlin e vi resta per tre anni ampliando il suo repertorio con "La bella addormentata" di Vladimir Malakhov,"Cenerentola","Das Flammende Herz","Sylvia" e "Glories of the Romantic Ballet" e coltivando la sua ammirazione per le coreografie di Mats Ek.

 

-Lei,così riservata per natura,perché ha scelto la danza?

"Sin da piccola sentendo la musica ballavo sempre,in più la mia mamma adorava il baletto e quindi mi porto subito a scuola i ballo!Era il sogno di entrambe.Talento certo,duro lavoro,ma anche forte ambizione e carattere.Poi, quando arrivi al professionismo,la parte più dura e la routine,il fatto che bisogna lavorare ogni giorno per allenarsi anche quando si e stanchi o si sta male".

-Tutto sparisce di fronte a certe emozioni ,e accaduto anche al Nureyev Gala nel 2011?

"Quello per me fu uno spettacolo speciale ma molto impegnativo:ho ballato nella stessa serata i pas de deux dal "Cigno nero",dal "Don Quixote" di Nureyev e da "In the night" di Jerome Robbins.Quando Legris mi ha promossa Prima ballerina al termine delle esibizioni non e stato facile rendermi conto che stesse succedendo sul serio.Non riuscivo a crederci,l'emozione e stata grandissima".

Liudmila Konovalova Entrata nel 2010 al Wiener Staatsballett,ne e diventata Prima ballerina nel 2011

-A Vienna come si presenta questa nuova stagione per lei?

"Da settembre a oggi ho ballato com principal nella prima del "Lo Schiaccianoci" di Nureyev della quale e stata fatta una produzione video;pol "Suite en Blanc" di Lifar la variazione da "La Cigarette" ma anche "Before Nightfall" di Christe e "Tema e variazione" di Balanchine".

-Lei e spesso guest di altre compagnie...

Col Balletto nazionale le Slovacco ho affrontato l'intera produzione de "Il Lago dei cigni" e poi "La bella addormentata che ho danzato anche in occasione del Nureyev Gala,lo spettacolo-anniversario a Ufa,città natia di Rudolf e raduno di molte stelle del balletto.Curioso:lo scorso novembre ero a Mosca per partecipare a un gala dove tra gli ospiti c'era anche Manuel Legris.Davvero insolito esibirmi nella stessa serata con il mio direttore".

-Cosa significa per lei essere un'artista completa?

"un mix tra talento e volontà,significa spingersi sempre di più e avere una buona conoscenza del linguaggio moderno.Quindi una buona versatilità ".

-L'ingaggio a Berlino ha rappresentato per lei la svolta?

"Ha rappresentato il passaggio a ovest.Da quel momento si sono succedute tutte le occasioni e tutte le belle esperienze".

-Cosa l'aspetta per l'anno nuovo?

"A gennaio sarò ospite di Charles Jude al Ballet de Bordeaux per la sua versione di "Bella addormentata".Poi realizzo un sogno,danzare "Manon" di MacMilan a Vienna".

 

Danza & Danza, Elisabetta Ceron.



Wiener Staatsballett. Erste Solotänzerin: Liudmila Konovalova / 2013-05-20

Stupende Technik, gepaart mit der Grandeur einer klassischen Ballerina, sind auf den ersten Blick die besonderen Vorzüge von Liudmila Konovalova, der nach der Nurejew Gala 2011 am Ende der vergangenen Spielzeit von Manuel Legris der Titel “Erste Solotänzerin” zuerkannt wurde.

Lässt man aber die in Wien getanzten Rollen der im September 2010 an das Wiener Staatsballett engagierten Moskauerin Revue passieren, so zeigt sich, dass sie in einem stilistisch viel breiter gefächerten Repertoire als dem der rein klassischen Ballerina zu glänzen weiss. Der Bogen spannt sich von der romantischen Heroine in Giselle über die alle Register der Virtuosität ziehende Kitri/Dulcinea und die hoheitsvolle Königin der Dryaden in Don Quixote, die jugendlich-dramatische Olga in Crankos Onegin, die Balanchine-Ballerina in Thema und Variationen, die romantisch gefärbte Robbins-Interpretin In the Night, die Klassik und Moderne in sich vereinende Tänzerin in Tharps Variationen über ein Thema von Haydn bis zur Ballerina der Jetztzeit in Forsythes The Vertiginous Thrill of Exactitude oder die ein zeitgenössisches Bewegungsvokabular Ausführende in Bubeniceks Le Souffle de l’esprit. . Der Weg nach Wien führte die an der Staatlichen Moskauer Ballettakademie ausgebildete Ballerina zunächst an das Russische Staatsballett, in dem sie Hauptpartien des klassischen Repertoires tanzte. 2007 wurde sie an das Staatsballett Berlin verpflichtet, wo sie unter anderem in Malakhovs Dornröschen, Cinderella und La Péri, in Patrice Barts Giselle, Schwanensee, Der Nussknacker und Das flammende Herz, in Ashtons Sylvia sowie in Glories of the Romantic Ballet auftrat.

 

Erste höchst erfolgreich verlaufene Kontakte zu Wien knüpfte sie 2007, als sie aus dem ÖTR-Contest als Siegerin hervorging. Weitere Preise erzielte sie bei “Junges Russisches Ballett” in Krasnodar, beim Serge-Lifar-Wettbewerb in Kiew, beim Wettbewerd KIBC in Seoul und beim Premio Roma. Von ihren zahlreichen Gastspielen sei hier nur jenes vom Juli 2011 nach Japan hervorgehoben, das sie im Gefolge von Manuel Legris absolvierte.

 

ENGLISH VERSION:

 

Unique technique, united with the nobility of classical ballet dancer, is, at first glance, a particular advantage of the ballerina Ludmila Konovalova’s, who was awarded the title of prima ballerina at the end of last season by Manuel Legris, at the festival "Nureyev Gala 2011".

If all performed roles by Knovalova, as a guest, in Vienna in September 2010 at the Vienna State Ballet were demonstrated, it would be clear that she is able to dance stylistically more complex roles than is generally characterized by purely classical ballerina. The range of her possibilities has vast variety of roles from the romantic heroine in "Giselle" that had been expressed by the excellent performance of the role of Kitri / Dulcinea the the majestic Queen of the Dryads in "Don Quixote", the drama of adolescence Olga in Cranko’s "Onegin", George Balanchine’s ballerina in the "Theme and Variations", romantically tinged with role in Robbins’s "In the Night". It is obvious that Konovalova perfumes a dancer, combining classical and modern in the Tharp’s "Variations on a Theme by Haydn", right up to modern ballet dancer in " The Vertiginous Thrill of Exactitude" Forsythe or performing something contemporary in Bubenchik’s «LeSouffledelesprit».

Dancer, who graduated from the Moscow State Ballet Academy, started her way to Vienna at first paved in the Russian State Ballet, where she played the main roles of the classical repertoire. In 2007, she was at the State Ballet of Berlin, where among others she performed in Malakhov’s "Sleeping Beauty" ,"Cinderella" and «LaPeri», Bart’s "Giselle" and also "Swan Lake", "Nutcracker" and "The Heart Flame " ," Sylvia "by Ashton and even in« GloriesoftheRomanticBallet ». The first and most strong thread to Vienna she made in 2007, when she won the vÖTR-Contest. Subsequent awards she has achieved in the competition "Young Russian Ballet" in Krasnodar, at the International Ballet Competition in Seoul KIBC and competition «Premio Roma». Of all her many tours we note here perhaps the only tour in July 2011 in Japan, she gave thanks to Manuel Legris.

 

 



"Grand Jete" von Ost nach West / 2009-08-01

Sehr geehrte Frau Konovalova, wann und wie kamen Sie zum Ballett?

Ich glaube, ich wollte schon tanzen, als ich gerade zur Welt gekommen war, denn ich erinnere mich nicht, einmal nicht tanzen gewollt zu haben! Meine Mutter tat alles dafür, dass ich Tänzerin wurde. Als sie mich zum ersten Mal zum Ballettunterricht brachte, war ich vier Jahre alt. Sie ging mit mir in das Bolshoi-Theater. Das erste Ballett, das ich sah, war „Der Nussknacker“. Ich liebte es zu tanzen, aber nur zu der klassischen Musik, die oft bei uns zu Hause gespielt wurde. Diese Musik weckte in mir etwas auf, etwas Wunderbares. Mit der Liebe zur Musik kam das Verlangen zu tanzen! Mit zehn Jahren kam ich auf die Moskauer Bolshoi-Akademie. In den ersten Jahren war es dort sehr schwer für mich, denn ich musste lernen, dass Ballett nicht nur aus dem Vergnügen des Tanzens besteht. Am Anfang steht harte Arbeit. Am wichtigsten waren für mich die Lehrer, besonders drei: Da war zunächst Jewgenia Shinkorenko, die mich sehr liebte und genau auf mich eingehen konnte. Sie wusste wann sie streng sein musste und wann ich mehr Trost und Zuspruch brauchte. Dann war da Liudmila Kolenchenko. Sie brachte uns nicht nur bei, Pirouetten und Arabesken zu machen, sie brachte uns auch die besondere Atmosphäre nahe. Sie lehrte uns die alten russischen Traditionen und vermittelte uns die Kunst zu achten, die wir erlernten. Meine dritte Lehrerin, die mich bis zur Abschlussprüfung begleitete, war Elena Bobrova. In dieser Zeit war ich nicht gerade ein Engel und fehlte oft im Unterricht. Aber sie führte mich immer zurück auf meinen Weg, indem sie mir beibrachte, meine Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Erst später habe ich verstanden, wie Recht sie hatte.

Ihre Karriere hat sehr früh und fulminant begonnen: Unmittelbar nach dem Abschluss Ihrer Ausbildung wurden Sie beim Russischen Staatsballett engagiert und stiegen dort rasch zur Ersten Solistin auf. Wie kam es dazu und welche Rollen bzw. Funktionen hatten Sie bei diesem Ensemble?

Der Direktor des Russischen Staatsballetts, V.Gordeev, einst Star des Bolshoi-Balletts, sah mich, als ich noch in der Bellettschule war. Er lud mich in seine Kompanie ein, mit dem Versprechen auf große Rollen und der Part der Ersten Solistin. Am Anfang war es sehr schwierig. Es war eine große Umstellung, von der Schule in den Beruf zu treten. Plötzlich ist man allein, niemand sagt einem mehr, ob man etwas richtig oder falsch macht. Die Verantwortung ist groß. Doch schnell bekam ich wichtige Rollen, da V.Gordeev an mich glaubte und mit mir trainierte. Meinen ersten „Schwanensee“ hat er persönlich mit mir einstudiert. Er hat sogar die berühmte Ballerina Lubov Kunakova vom Mariinskij-Theater eingeladen, um mit mir zu proben. Aber stets war mit ein großes Maß an Eigeninitiative wichtig, bei meinem Training allein und mit meinem Lehrer Rano Karimova. Wir bereite­ten von uns aus neue Rollen vor - und dann erhielt ich diese Rollen auf der Bühne. Ich glaube, wenn man etwas wirklich tanzen will, sollte man das auch zeigen.

Vielen unserer Leserinnen und Lesern sind Sie insbesondere durch die zahlreichen Tourneen des Russischen Staatsballetts ein fester Begriff. Wie gestaltet sich der All­tag des Tourneelebens aus Ihrer Sicht?

Das Tourneeleben ist voller Abenteuer, Jeden Tag ist man in einer anderen Stadt, es geht so rasch dass man sich beinahe verliert. Manchmal fährt man sechs, acht Stunden im Tourbus, und kaum ist man angekommen, heißt es: „Ab auf die Bühne!" Zuerst muss man sich selbst wieder finden, dann die Balance des Körpers. In Deutschland ist der Tournee­plan meist vorab exakt festgelegt und zeitlich gut abgestimmt, aber in Ländern wie Mexiko kann es vorkommen, dass man 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn erst ankommt! Ausruhen geht nicht, das Warm-up wird im Bad improvisiert. Drei Sekunden Zeit, damit alle Ballerinen gleichzeitig in die Kostüme sprin­gen, und schon geht der Vorhang auf! Mir ist es egal, ob ich in einer Metropole tanze oder in einem kleinen Dorf. Immer versuche ich, alles zu geben, das Publikum hat es verdient. Es ist vielleicht am wichtigsten, für Menschen zu tanzen, die das allererste Mal ein Ballett sehen. Denn diese sollen einen guten ersten Eindruck erhalten. Der erste Eindruck ist der wichtigste.

Welche Rolle spielten Ballettwettbewerbe bzw. Preise für Ihrer Karriere?

Wettbewerbe sind ein spezieller Teil meines Lebens. Sie sind das Härteste im Berufsleben einer Tänzerin, denn in nur maximal zwei Mi­nuten muss man alles zeigen, was in einem steckt. Fehler dürfen einfach nicht passieren. Manchmal, wenn mein Name aufgerufen wird, möchte ich einfach weglaufen! Ich habe aber schon einige hervorragende Aus­zeichnungen erhalten. Eine davon bedeutet mir besonders viel: der Ballett-Wettbewerb, ausgerichtet von Maja Plissetskaja in Rom, 2007. Vor der Legende Plissetskaja zu tanzen war eine unglaubliche Ehre, aber auch eine gewaltige Verantwortung, denn ich hatte den Pas de Deux des Schwarzen Schwans ausge­wählt: Maja Plissetskajas Lieblingsstück. Dass ich dafür von ihr die Goldmedaille erhielt, überwältigte mich, und vor allem, dass sie sagte, sie hätte noch nie in ihrem Leben so einen schönen „Schwarzer Schwan - Pas de Deux" gesehen.

Seit letzter Spielzeit sind Sie beim Staatsballett Berlin unter Vertag. Wie kam es dazu und welche Rollen tanzen Sie bislang?

Dass ich nach Berlin kommen konnte, ver­danke ich guten deutschen Freunden. Alles in Berlin war am Anfang schwer. Ich musste in der Hierarchie des Balletts noch einmal von Null beginnen. Und natürlich hatte ich Angst. Die Mentalität, das System war ein anderes als das, was ich kannte. Das Niveau dieser Kompanie ist ausgesprochen hoch. Aber ich wusste, dass ich in meinem Leben etwas ändern wollte und ich wusste, dass ich nicht warten konnte. Daher entschied ich mich fürs Arbeiten, dafür, alles zu tun, um die Erwartungen des Hauses und der Ballettmeis­ter zu erfüllen. Und bald begriff ich, dass ich Fortschritte machte. Schon nach kurzer Zeit hatte ich wieder Solopartien und Premieren. Die größte Belohnung war, dass ich schon am Ende des ersten Jahres mit Vladimir Malakhov tanzen durfte. Mit so einem großartigen Künstler zu tanzen ist wie ein Märchen, und ich fürchtete mich sehr - besonders vor dem ersten Moment - ich fühlte mich wirklich wie die Prinzessin aus der Fabel. Er erklärte mir jede Bewegung, jede Fingerhaltung. Schon von seinem Anblick kann man so viel lernen. Ich habe nur den einen Wunsch: wieder mit ihm zu tanzen. Ich bin sehr froh und dankbar, dass sich dieser große Wunsch inzwischen ei­nige Male erfüllt hat.

ln der kommenden Spielzeit kommen in Berlin neue Herausforderungen auf Sie zu. Auf weiche Rollen darf Ihr Publikum sich freuen?

Für das nächste Jahr habe ich einige Angebo­te, die sehr interessant sind. Aber ich will noch nicht davon sprechen: Kommen Sie bitte und sehen Sie selbst!

ln Ihrer Biographie beeindruckt neben den Preisen bei Wettbewerben und Ihrer Tour- neetätigkeit vor allem auch Ihr Repertoire. Weiche Rollen umfasst dieses, und gibt es eine Lieblingsrolle?

Das Repertoire einer Tänzerin ist groß. Meines umfasst u.a. die Partie der „Giselle", „Odette/ Odile", „Prinzessin Aurora" und die „Fliederfee" aus „Dornröschen", „Kitri" aus „Don Quichotte", „La Sylphide", und die „Marie" aus dem „Nuss­knacker". Während der Erarbeitung einer Rol­le ist immer gerade diese Rolle die schönste von allen. Denn jede Rolle wurde zu einem Teil meines Lebens. In jeder Rolle ist ein Stück von mir.

Gibt es persönliche Wunsch- oder Traum­rollen, die Sie noch nicht getanzt haben?

Mein Traum ist es, einmal die „Nikia" in „Die Bajadere" zu tanzen. Aber natürlich möchte ich immer so viel wie möglich tanzen, all die klassischen Ballette, die ich bisher noch nicht getanzt habe. Aber nicht nur klassische Bal­lette, auch Modernes: wie Forsythe, Kilian, Ek, Twyla Tharp und mit Choreografen zu arbei­ten.

Das harte Tourneeleben und Ihr intensives Training fordern auch Tribute und Verlet­zungen. Wie gestattet sich ihre diesbezüg­liche Situation?

Es klingt banal, aber das Leben einer Tänzerin ist nicht das einfachste. Man muss es wirklich lieben. Es fängt bei der Beherrschung mit dem Essen an, ich darf keine Süßigkeiten essen, und nichts nach 18 Uhr. Das ist nicht immer leicht. In den Ferien bin ich etwas entspannter. Die Arbeit hört niemals auf und wird niemals leichter: Immer muss man sich bemühen, noch ein wenig besser zu werden. Man lebt manchmal buchstäblich in der Oper und kriegt nicht mit, was draußen in der Welt alles vor sich geht. Aber gerade diese Zeiten sind die glücklichsten, denn dann weiß man, dass man gefragt ist. Am schlimmsten sind sicher die Verletzungen. Ein einziger Moment eines einzigen Tages, und es ist meist nur ein einfacher Schritt, bei dem man nicht aufpasst und man ist im Abseits für Monate, in denen man weder tanzen, noch laufen kann. Ich habe es gerade hinter mir und endlich, nach zwei endlosen Monaten, ist es verheilt. Die Nacht, nachdem es geschehen war, wachte ich auf und dachte: „Hoffentlich war es nur ein böser Traum!" Aber es war wahr. Schwer zu sagen, wo es dann mehr schmerzt: im Fuß oder im Herzen.

Als Solistin in Moskau und Berlin kennen Sie beide Welten aus erster Hand. Wie be­urteilen Sie die gegenwärtige Situation des Balletts in Russland und Deutschland: Gibt es Unterschiede und worin liegen die?

Natürlich gibt es Unterschiede, denn jedes Land hat seine eigene Ballettgeschichte. Ich schätze das, denn das Fremde ist immer eine Einladung zum Lernen. Ich möchte die kostbaren Qualitäten des russischen Balletts mit der Technik verbinden, die ich hier in Deutschland kennen lerne, um das Beste bei­der Ballettwelten miteinander verschmelzen zu lassen.

Welche Pläne und Wünsche haben Sie für Ihre Zukunft?

Tanzen, tanzen, tanzen, neue Lehrer, neue Erfahrungen, neue Choreografen und Kom­panien, neue Rollen und Partien entdecken!

Gibt es etwas, das Sie unseren Leserinnen und Lesern sagen möchten, ich Sie aber noch nicht gefragt habe?

Ich glaube, jeder Künstler wünscht sich, wenn der Vorhang sich hebt, einen vollen Zuschau­erraum zu sehen und unter den Zuschauern etwas Aufmerksamkeit, etwas Gefühl. Ich glaube, es hängt von Künstler ab, aber am Ende einer Aufführung die Menschen klasten und jubeln zu sehen, sie glücklich zu sehen, das ist es, was auch uns Künstler glücklich macht! Und, dass die Leute sich wünschen, die Vorstellung noch einmal zu sehen.

Wir danken herzlich für das Gespräch!